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Grußwort zum 50-jährigen Bestehen nach der Neugründung

 Gerhard Schröder

Die Neugründung des Landesverbandes - nach dem Verbot durch die Nazis 1934 - erfolgt am 30. Mai 1948. Die zu diesem Zeitpunkt 14 örtlichen Gruppen mit zusammen 7.800 Mitgliedern schließen sich zusammen. Darunter Hannover, Hildesheim, Hameln, Northeim, Wolfsburg, Springe und Grünenplan. In einem Festakt im Haus Humanitas wird an den 50. Jahrestag dieses denkwürdigen Ereignisses erinnert. Repräsentanten aus der Politik sind ebenso anwesend, wie Vorsitzende humanistischer Verbände aus dem In- und Ausland. Der Niedersächsische Ministerpräsident und spätere Bundeskanzler Gerhard Schröder würdigt die Arbeit der FREIEN HUMANISTEN im folgenden Grußwort:

"Zu ihrem 50-jährigen Bestehen nach dem 2. Weltkrieg übermittle ich den Freien Humanisten Niedersachsen die herzlichen Grüße der Landesregierung. Schon zwei Jahre nach dem Zusammenschluss der niedersächsischen Gemeinschaften im Jahre 1948 hat die Landesregierung der damaligen Freireligiösen Landesgemeinschaft Niedersachsen die Rechte einer Körperschaft des öffentlichen Rechts verliehen. Eine weitere Anerkennung hat die Freireligiöse Landesgemeinschaft im Jahre 1970 dadurch erfahren, dass das Land mit ihr einen Vertrag geschlossen hat, aufgrund dessen das Land den Freien Humanisten auch heute noch eine finanzielle Hilfe gewährt. Das Jubiläum zeigt, dass die vor 50 Jahren erfolgte Initiative sich bewährt hat. Nach der Präambel ihrer Verfassung treten die Freien Humanisten Niedersachsen für eine kritische Toleranz im Umgang der Menschen untereinander ein. Die Demokratie ist darauf angewiesen, dass unterschiedliche Meinungen zu Wort kommen. Dies darf aber nicht ohne Respekt vor der Meinung des anderen, nicht ohne Achtung seiner Persönlichkeit geschehen. Im Interesse unserer Gesellschaft wünsche ich mir, dass die Freien Humanisten bei ihrem Wirken und Werben um Toleranz gute Erfolge erzielen können. Der Festveranstaltung wünsche ich einen harmonischen Verlauf."

Hannover, im Juni 1998 / Gerhard Schröder   


Bundeszentrale für politische Bildung portraitiert die Jungen Humanisten

Unter dem Titel "Die Lebensschmiede" widmet das bundesweit erscheinende Jugendmagazin "FLUTER" der Bundeszentrale für politische Bildung dem Jugendverband der Freien Humanisten -  den "JuHu's" - einen zweiseitigen Artikel. Am Beispiel von Pepsi, der jungen hannoverschen Humanistin berichtet der "FLUTER" über "gelebte Aufklärung jenseits des Mainstream". Er beschreibt dabei sowohl das Lebensgefühl junger Menschen, die nicht-religiös denken und leben, als auch die Aktivitäten der organisierten jungen Humanistinnen und Humanisten in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Eine interessante Feststellung trifft der Autor eher am Rande - zur Zahl der Verbandsmitglieder: "Wie viele JuHus im Geiste in Deutschland leben, weiß niemand. Die Mitglieder zu zählen, dürfte genauso viel Sinn machen, wie  jedes Kirchenmitglied für einen wirklich gläubigen Menschen zu halten".

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(Quelle: http://www.bpb.de/publikationen/RVFKUZ,0,Wer_wei%DF_%96_Glauben.html) 

Herbert Schmalstieg (SPD), hannoverscher Oberbürgermeister  von 1972- 2006, spricht anlässlich der Humanistischen Jugendfeier am 18. März 2001 in der Niedersächsischen Landesbühne in Hannover. Darin geht er auf die Bedeutung der Organisation für die Stadt und ihre Bürger ein:

 "Ich überbringe heute sehr gern die Grüße der Landeshauptstadt Hannover. Die Gemeinschaft der Humanisten hat in unserer Stadt schon sehr lange einen kleinen, aber sicherlich unstrittig festen Platz im öffentlichen Leben. Seit mehr als 120 Jahren sind die Freidenker in Hannover organisiert. Gegründet in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts als Freireligiöse Gemeinde Hannover führen sie nunmehr seit 1989 den Namen „Freie Humanisten Hannover“. Und sie haben in all den Jahren einen Beitrag - einen wichtigen Beitrag – geliefert  zur Entwicklung einer demokratischen, einer freiheitlichen und pluralistischen Kultur in unserer Stadt. Die Freien Humanisten gehören unverzichtbar zum Konzert der Stimmen, die die verschiedenen gesellschaftlichen Kräfte in unserer Stadt bilden. Das ist eine gute, eine wichtige Leistung für Hannover, die ich an dieser Stelle ausdrücklich würdigen möchte. Das eigentliche Studium des Menschen ist der Mensch erklärt Goethe in seinem Werk „Wahlverwandt-schaften“. Dies ist das literarische Leitmotiv, quasi die Überschrift dessen, was die Freien Humanisten beschäftigt und umtreibt. Die Fragen nach dem Menschen, nach Persönlichkeitsbildung, Lebens und Weltgestaltung. Mit der Betonung und Förderung kritischer Vernunft, der Herstellung von Gewissens- und Glaubensfreiheit und dem engagierten eintreten für Toleranz knüpfen die Freien Humanisten an die Grundpositionen der europäischen Aufklärung an und stellen die Verantwortung des einzelnen Menschen deutlich heraus. Dies gilt für die Gestaltung des eigenen Lebens, wie auch für die Gestaltung von Politik und Gesellschaft im lokalen, wie auch im globalen Rahmen. Ganz konkrete Gestaltung gewinnt diese Orientierung der Humanisten in zahlreichen Angeboten, Aktivitäten die das Verantwortungsgefühl für das eigene Handeln  und für das persönliche Engagement stärken. Dabei sind die Leitmotive des Denkens und des Handelns so wichtige und unverzichtbare Werte, wie Solidarität, Menschenwürde, Achtung und Toleranz. Man kann das mit den Grundwerten Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität umschreiben. Dazu gehört auch ein Angebot wie das heutige, der humanistischen Jugendfeier, die in diesem Jahr zum 115. Mal gefeiert wird. Sie wurde 1886 zum ersten Mal in Hannover gefeiert."

Der damalige Stadtkämmerer und seit 2006 Oberbürgermeister der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover, Stephan Weil (SPD), hält im Jahr 2005 im Theater am Aegi die Festrede zur Jugendfeier. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung veröffentlicht im Anschluss daran einen Artikel, in dem auch die Ansichten einiger Jugendlicher Gehör finden.
 
Jugendfeier Hannover