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Vehementer Protest ...
Seite 2

 

... gegen Einführung weiterer evangelischer Schulen in Niedersachsen. 

Die FREIEN HUMANISTEN NIEDERSACHSEN sind die staatlich anerkannte Interessenvertretung konfessionsfreier Menschen. Sie protestieren mit der folgenden Stellungnahme an die Fraktionen im niedersächsischen Landtag gegen die Entscheidung über die Einrichtung zusätzlicher staatlich unterstützter evangelischer Schulen. Insbesondere halten sie die Einrichtung am Standort Eversburg in Osnabrück für eine falsche Entscheidung.

Die Freien Humanisten haben mit Einführung der weltlichen Schulen in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts den Anstoß für viele pädagogische Maßnahmen gegeben, die heute für selbstverständlich sind: Toleranz und Solidarität auf Grundlage einer humanistischen, weltoffenen bekenntnisfreien Bildung, die tief in den Erkenntnissen der Wissenschaft und der Philosophie verankert ist.

Die Freien Humanisten treten für eine strikte Trennung von Staat und Kirche ein. Dieses Prinzip sehen sie durch die jüngste Entscheidung gefährdet. Das Land Niedersachsen unterstützt die evangelischen Schulen nicht wie der anderer freier Träger nach den Vorgaben §§ 149 bis 151 NSchG, sondern privilegiert sie wie die katholischen Konkordatsschulen. Das bedeutet, dass z.B. alle Lehrergehälter vom Land finanziert werden, solange der Anteil nichtevangelischer Schüler/innen 20 % nicht übersteigt.

Die Freien Humanisten sehen in der Einrichtung von Schulen in freier Trägerschaft durchaus eine kulturelle Bereicherung. Am Standort Eversburg jedoch gibt es in nächster Nähe keine Alternative für konfessionsfreie Kinder oder Kinder anderer Religionen. Das Land Niedersachsen hätte hier sogar die Verpflichtung, eine allgemeine Schule für alle Kinder einzurichten, wenn diese nicht existieren würde!

Die Einrichtung evangelischer Schulen ist nicht nur, wie der Schulexperte der CDU Albrecht triumphiert, „eine kompetente Bereicherung unserer Schullandschaft“, sondern zugleich ein Relikt jener Zeiten, in der Kirchen und Monarchie die Bildung der Menschen in ihrem Sinne beeinflussten.

Staatliche Trägerschaft für Schulzentrum Eversburg ist unverzichtbar!

Stellungnahme der FREIEN HUMANISTEN zur Übertragung der Trägerschaft des Osnabrücker Schulzentrums Eversburg an die evangelische Kirche.

1.) Standort, Attraktivität

Um Standortfragen zum Schulzentrum Eversburg und etwaige Probleme an den Schulen oder Schwierigkeiten mit der Schulverwaltung zu lösen, bessere Konzepte einzuführen und die Attraktivität des Standortes zu steigern, bedarf es keiner konfessionellen Trägerschaft. Gut geführte staatliche oder bekenntnisfreie Schulen mit guter Ausstattung sind dazu durchaus in der Lage.

2.) Wettbewerb zwischen staatlichen und konfessionell getragenen (privaten) Schulen

Den Kommunen ist es verwehrt, Schüler/Schülerinnen aus Nachbargemeinden oder NRW abzuwerben. Die private Trägerschaft ermöglicht das und vieles andere auch, bis hinein in die Schüler- und Lehrerauswahl trotz zugesagter ‚Offenheit’. Der durchaus sinnvolle Wettbewerb kann nur unter gleichen Bedingungen stattfinden. Zwischen staatlichen und privaten Schulen sind diese jedoch nicht gegeben. Die staatlichen Schulen in Eversburg sollten deshalb geschützt und stärker unterstützt werden. Sie müssen auch weiterhin „erste Schule“ am Standort sein.



 
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