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Freie Humanisten werden Humanistischer Verband Niedersachsen
Seite 2

Niedersächsische Körperschaft stärkt bundesweite Ausrichtung durch vereinheitlichte Namensgebung

Niedersachsens Humanisten blickten mit einem Auge zu ihrem Bundesverband nach Berlin, als sie am vergangenen Wochenende ihre Verfassung einer Generalüberarbeitung unterzogen. Mit großer Einmütigkeit hat das höchste Beschlussgremium - die Landesversammlung - einer Änderung des Namens zugestimmt. Ein einschneidender Vorgang für eine Organisation, die sich in über 20 niedersächsischen Städten seit vielen Jahrzehnten mit eigenen Gruppen für die Vertretung der Interessen kirchenfreier Bürger einen Namen gemacht hat.

Als Humanistischer Verband Niedersachsen will die humanistische Weltanschauungsgemeinschaft, die über den gleichen Rechtsstatus wie die Kirchen verfügt, ihr Engagement künftig noch intensiver mit ihren Partnerverbänden im Bundesgebiet koordinieren. Ab September 2007, wenn die Änderung wirksam wird, kann das nun auch unter einem bundesweit einheitlichen Namen geschehen.

Aufgabenschwerpunkt in Niedersachsen

In Niedersachsen verfügt der Verband seit 36 Jahren über einen Staatsvertrag mit dem Land Niedersachsen. Von rund 15.000 Menschen wird der Verband getragen, eine vielfache Zahl von Bürgern nimmt seine Leistungen regelmäßig in Anspruch. Er entsendet einen Vertreter in den Landesschulbeirat des Landes und äußert sich regelmäßig zu Gesetzesvorhaben, in denen es um ethische Fragen geht. In vielen Städten und Landkreisen sind es die Sprecherinnen und Sprecher des Verbandes, die die bei weltlichen Trauerfeiern als Redner auftreten. Humanistische Trauungen und Feiern zur Geburt eines Kindes runden das Angebot weltlicher Feiern ab. Mit der Jugendweihe – heute auch als JugendFEIER bekannt – richtet der Verband seit über 120 Jahren (!) in Norddeutschland die Alternativfeiern zur Konfirmation und Kommunion aus.

Seit den 1980er Jahren werden Patientenverfügungen angeboten und es wird für das Recht auf einen würdigen Tod gekämpft. Die Patientenverfügungen des Verbandes gehören heute zu den Spitzenprodukten auf dem Markt und verfügen bundesweit über die größte Möglichkeit, seine individuellen Vorstellungen zum Ausdruck zu bringen. Selbstverständlich ist dieses Angebot auch für Nichtmitglieder offen.

In Hannover, wo sich die norddeutsche Zentrale des Verbandes befindet, wird vom HUMANISTISCHEN SOZIALWERK NORDDEUTSCHLAND mit dem HAUS HUMANITAS ein eigenes Studentenwohnheim mit 50 Plätzen betrieben.                            

Die neue Verfassung beginnt künftig mit einer Präambel, die neben der inhaltlichen Ausrichtung der Organisation künftig auch einen Teil der historischen Entwicklung beschreibt: 

Präambel der aktualisierten Verbands-Verfassung

Freie, von humanistischem Denken geprägte Menschen in Niedersachsen haben sich zu der Weltanschauungsgemeinschaft Humanistischer Verband Niedersachsen zusammenge­schlossen. Er tritt für Toleranz und Respekt im Umgang der Menschen untereinander ein. Kritisch ist die Toleranz gegenüber dogmatischen Ansprüchen, die menschlichen Grundwerten widersprechen. Der HUMANISTISCHE VERBAND NIEDERSACHSEN bekennt sich zu wissenschaftlichen Erkenntnissen im Sinne der Aufklärung.



 
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