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125 Jahre Jugendweihe in Hannover Niedersachsen PDF Drucken E-Mail

„Heute wird ein guter Tag….“ sangen „The Ellingtones“ und damit stand das Motto für die 33 Jugendlichen am 29. Mai 2011, dem Tag der 125. Jugendfeier in Hannover, fest.

125 Jahre Jugendweihe in Hannover Niedersachsen Die Feierstunde, in der die Jugendlichen mit diesem Tag die Kindheit hinter sich lassen und einen großen Schritt Richtung Erwachsen-Sein tun, fand im Theater am Aegi statt, das gut gefüllt war. Eltern, viele Familienangehörige, aber auch Gäste aus der Politik und viele Humanisten begingen zusammen mit den „Jugendfeierlingen“ ihren großen Tag.

 

Die Feier wurde mit einer kurzen Einleitung von Jutta Feise, 1. Vorsitzende des Humanistischen Verbandes Hannover, eröffnet. Neben den Grußworten des Oberbürgermeisters Stephan Weil, die  verlesen wurden, überbrachten auch die Bürgermeisterin Ingrid Lange (Bündnis 90/Die Grünen), die Landtagsabgeordnete Sigrid Leuschner (SPD) und der Präsident des Humanistischen Verbandes Niedersachsens Prof. Dr. Hero Janßen ihre guten Wünsche.

Als Gäste konnten wir weiterhin die Landtagsabgeordneten Christoph Dreyer (CDU) und Christa Reichwaldt (Die Linke),  die Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion Christine Kastning und ihren Fraktionskollegen Michael Höntsch sowie die stellvertretende Regionspräsidentin Angelika Walther (SPD) begrüßen.

In ihren eigenen Berichten ließen die Jugendlichen ihre Wochenendseminare nochmal Revue passieren und machten deutlich, dass sie sich selber, die Gruppe, aber auch die Gesellschaft, in der sie leben, besser kennen und verstehen gelernt haben.

Gerührt waren aber auch die Betreuer, als die Teilnehmer während der Feierstunde plötzlich Rosen hervorzauberten und sich ganz herzlich für die nette gemeinsame Zeit bedankten.

Spätestens hier, wurde den anwesenden Eltern offensichtlich, dass ihre Kinder keine Kinder mehr sind, sondern junge Erwachsene, die zwar zaghaft, aber  doch sehr selbstbewusst und selbstbestimmt ihre Zukunft gestalten möchten.

Alle Redner wiesen daraufhin, dass Jugendliche Ratschläge durchaus annehmen sollen, aber trotzdem auch für das einstehen sollen, was in ihren Augen richtig ist.

Bei den Worten des Festredner Axel Plaue, 1. Vorsitzender des AWO Bezirksverbands Hannover e.V., gab es spontanen Applaus, als er die Jugendlichen aufforderte, die Menschenwürde zu achten, zu schützen und zu verteidigen.

Viel Gelächter gab es hingegen als Axel Plaue die „Flachgeschenke“ erwähnte, die die jungen Erwachsenen an diesem Tag bekommen werden, über die er sich selber bei seiner Jugendweihe am meisten gefreut hatte.

Der Höhepunkt der Feier waren die Übergabe der Jugendfeierurkunden durch den Jugendbildungsreferent Daniel Nette, die mit lautstarkem Beifall begleitet wurden.

Bei einem kleinen Empfang für die Teilnehmer und Gäste dieser besonderen Jugendfeier gab Prof. Dr. Hero Janßen einen kurzen Überblick über die Geschichte und Entwicklung des HVD und seiner Vorgängerorganisationen. Er betonte, dass über lange Zeit gerade die Freireligiösen Gemeinden die Betonung einer eigenen Religiosität – unabhängig von Konfessionen – gepflegt hätten. Heute sei jedoch der HVD ein Verband, der sich eindeutig zum weltlichen Humanismus bekenne und „frei und unabhängig“ sei von Religionen und Konfessionen. Seine humanistische Weltanschauung sei in einer Zeit mit sich auflösenden religiösen Bindungen zunehmend jedoch geeignet, als ethische Grundlage einer modernen Gesellschaft zu dienen, in der Religionen an Bedeutung verlören, aber ihren Platz hätten.

Text: Werner Pietsch, Eli Bräuer und Martina Funke-Bräuer / Foto: Karsten Davideit

 
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