| Jugendweihe in Niedersachsen |
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| Sonntag, 21. Januar 2007 | ||||
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Wir haben dem überlieferten Charakter der Feierstunde mit der Form einer Emanzipationsfeier für junge Leute neuen Inhalt und neuen Schwung gegeben. Von uns Humanisten wird diese Feier ausdrücklich als nicht-religiöse Alternative zur Konfirmation und Kommunion angesehen.
Alle humanistischen Werte, die die Grundlage unserer freien, weltlichen Lebensauffassung sind, lassen wir in unsere Feier und deren Vorbereitung einfließen. Dazu zählen für uns: Wir hannoverschen Humanisten - bundesweit dem Humanistischen Verband Deutschlands (HVD) angeschlossen - streben eine weiter zunehmende Anerkennung und Respektierung von Jugendweihe und Jugendfeier als gleichwertige Alternative zu den entsprechenden christlichen Feiern an. Unsere Feierstunden sind nicht einfach nur Feiern, damit die Jugendlichen auch ihre Geschenke bekommen können. Genauso, wie jungen Christen in ihren Feierstunden und in der Zeit davor Inhalte vermittelt werden, wollen wir den uns anvertrauten Jugendlichen ein Rüstzeug für ihre Zukunft mitgeben. In der Kombination von Freiheit und Verantwortung und in einer jungen modernen Form des gemeinsamen Feierns liegt unser Ziel. Wir werden es mit Stolz und Selbstbewusstsein weiter verfolgen.
Für uns Humanisten hat die Jugendfeier frei zu sein von parteipolitischen Inhalten. Sie muss geprägt sein von philosophischen und zugleich lebensnahen Gedanken und Überzeugungen. Immer eingebunden in die Lebenssituation unserer jungen Leute. Gerade vor dem Hintergrund der Benutzung der Jugendweihe als politisches Instrument der roten Machthaber der DDR, erwächst für uns auch künftig die Verpflichtung, die Ungebundenheit unserer Feier an politische Ideologien wie bisher zu pflegen. Wenn wir in unseren Feierstunden gelegentlich auch Politiker zu Wort kommen lassen, dann unter der Auflage, ihre parteipolitische Herkunft zu diesem Anlass hintan zu stellen. Sie sollen etwas von dem, was sie als Mensch und Volksvertreter repräsentieren, an unsere Jugend weiter geben. Keine parteipolitische Polemik und keinen Wahlkampf. Darauf legen wir Wert. Und dafür stehen wir ein. |
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